Noch eine Webseite über den Funktionsmodellbau historischer Antriebsmaschinen
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Bei den kleinen Flammenfresser-Modellen sind Konstruktion und Bau immer wieder eine Gratwanderung zwischen der  erzeugten Leistung und der inneren Reibung, die sie wieder aufzehrt. Wenn unter dem Strich so viel Kraft übrig bleibt, dass sich die Schwungräder dauerhaft drehen, dann gilt der Bau als gelungen und man wendet sich erfreut und zufrieden dem nächsten Projekt zu.

Einen großen Vakuummotor wollte ich bauen -
einen FFXXL - der mal so richtig viel Antriebskraft erzeugen würde, mit der man über die Reibung hinaus noch genügend Power hätte, um zum Beispiel einen Generator betreiben zu können.

Nun, das Ergebnis will ich hier mal vorwegnehmen. Die Zugkraft an der Kolbenstange des Motors hängt, vereinfacht formuliert, in der Hauptsache von der Kolbenfläche ab, auf die der äußere Luftdruck wirkt, wenn im Zylinder ein Vakuum entsteht. Die größere Kolbenfläche erzeugt also mehr Kraft. Aber mit größer werdenden Bauteilen nehmen leider auch die Normalkräfte zu, welche die Reibung im Zylinder, in den diversen Lagern und in den Gelenken des Steuermechanismus bestimmen. Und nach der Beziehung

FR = µ * FN 
(FR - Reibungskraft, FN = Normalkraft, µ = Reibungskoeffizient)

ist bereits vorprogramiert, was von meiner großen Leistung am Ende noch übrig bleiben wird - nicht wesentlich mehr als bei den Kleinen.


Die Dimension meines ganz großen Dings bestimmten die vorhandenen Materialien. Da gab es gehohntes Zylinderrohr D=50x 5 und einen passenden Kolben mit zwei Ringen von einer Motorsäge. Der Hub wurde mit ca. 90mm angepeilt. Zwei Schwungräder mit 255mm Durchmesser konnten verbaut werden und Verdampfungskühlung sollte die Betriebstemperatur halten. Wie immer gab es keinen Bauplan, aber das Prinzip im Kopf.


                                   Es geht also los!

Ein ganz großes Ding - Flammenfresser XXL
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